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Aus der Ortschronik - Von 1900 - 1984

 

Von 1900 – 1984

1900 Carl Hinné, welcher sich durch anschließende Stiftungen (Wasserturmuhr, Glocken des Kirchgemeindehauses) einen blei-benden Namen geschaffen hat, eröffnet eine Niederlassung seiner Schmirgelscheibenfabrik.
Bau des Viaduktes (G.-Schwarz-Brücke) beginnt: notwendige Verbindung zu Leipzig.

1902 wird die spätere Gemeindebibliothek als Volksbücherei eröffnet. Es gibt den ersten öffentlichen Fernsprecher in Böhlitz-Ehrenberg. Der erste Kindergarten wird eröffnet.

1903 wird die Armaturen- und Metallwarenfabrik Böhlitz-Ehrenberg gegründet. Am 19. April 1903 erfolgte die Grundsteinlegung für das heutige Schulhaus. Schlüsselübergabe ist am 19. Oktober 1903.

1905 brennt die Gundorfer Mühle, die Klostermühle, ab; sie wird nicht wieder aufgebaut.

1906 Turnhallenweihe. Von 1906–1911 werden die Fabrikgebäude der L. Hupfeld AG, die u.a. das Phonola herstellt, auf Barnecker Flur erbaut. 1918 Vereinigung mit der Firma Carl Rönisch, 1925 Fusion mit der Klavierfabrik Gebr. Zimmermann.

1907 wird die von der Leipziger Außenbahn-AG betriebene Stras-senbahnlinie Leipzig-Gundorf eröffnet und die Sparkasse beginnt mit ihrer Geschäftstätigkeit.

1910 Carl Meyer wird Gemeindevorstand

1911 wird das Ortsnetz zur Versorgung mit elektrischem Strom in Böhlitz-Ehrenberg in Betrieb genommen. Den Strom liefert das Landkraftwerk Kulkwitz.

1911/12 werden der Wasserturm an der Bielastraße und ein Wasserwerk mit Wohnhaus am Nordhang des Bienitz erbaut.

1912 wird der Barnecker Steg erbaut, den die Hupfeld AG stiftet.

1920 wird die erste Apotheke, die Storchenapotheke, eingerichtet.

1927 wird sie in Goetheapotheke umbenannt.

1921 kauft die Gemeinde Böhlitz-Ehrenberg ein etwa 70000 m2 großes Gelände nördlich der Böhlitz-Ehrenberger/ Gundorfer Straße an, welches zunächst für die Anlage eines Friedhofes vorgesehen ist, wo dann jedoch ein Sportplatz eingerichtet und die Kleingartensparte »Vorwärts« gegründet wird.

1923 wird das Postamt in Böhlitz-Ehrenberg erbaut. Eine neue Turnhalle wird errichtet.

1924 wird der Bürgermeister Carl Meyer »auf Lebenszeit« gewählt; er ist bis 1933 im Amt.

1925 entsteht ein Erweiterungsbau der Gundorfer Schule mit vier Klassenzimmern. Die Gaststätte »Zum Ritterschlößchen« wird wieder eröffnet, nachdem das Etablissement in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg dem Fellhandel gedient hat. Der Gartenverein »Luppenaue« wird gegründet.

1926: Die Kirchgemeinde Böhlitz-Ehrenberg erwirbt ein 12000 m2 großes Gelände am Burghausener Weg zum Preis von 20000 Reichsmark, um hier einen Friedhof anzulegen.

Das Glockenhaus auf dem Böhlitz-Ehrenberger Schulhof wird abgebrochen. Am 29. August findet die Grundsteinlegung zum Kirchgemeindehaus in Böhlitz-Ehrenberg statt.

1927 Einweihung des Kirchgemeindehauses in Böhlitz-Ehrenberg.

1928 wird der Gasthof »Zur Großen Eiche« abgerissen und als mehrstöckiges Wohnhaus mit Gaststätte neu erbaut.
Am Barnecker Steg kommt es zu einem Zugunglück. Die Furniermesserei der Firma Schlobach brennt mitsamt den Trockenböden ab. Im Gasthof »Zum Waldmeister« bricht ein Dachstuhlbrand aus, der den Dachboden stark beschädigt. Durch Funkenflug wird die alte Tostlöbesche Scheune, das letzte mit Stroh gedeckte Gebäude in Böhlitz-Ehrenberg, völlig zerstört.

1929: Im April vernichtet trotz des Einsatzes von dreizehn auswärtigen Feuerwehren und der Leipziger Berufsfeuerwehr ein Feuer das 50 Meter lange und 15 Meter breite dreistöckige Furnierlagerhaus und die Stallgebäude der Schlobach´schen Fabrik.

1930 wird die Eisenbahnlinie Leipzig-Merseburg geschaffen und der Bahnhof »Gundorf-Burghausen« errichtet (1934 heißt die Station nach der Eingemeindung »Böhlitz-Ehrenberg«).

Bis 1930 fährt die Lehmbahn zu den Dampfziegelwerken Gundorf. Die Gleise lagen bis in die 80er Jahre noch am Forstweg.

1933 beginnt der Bau des Elster-Saale-Kanals. Das Kanalbett bis Dölzig ist 1935 fertig gestellt. Während des Krieges kommen die Bauarbeiten zum Erliegen.
Der Sohn des Forstassessors Merz aus Böhlitz-Ehrenberg fliegt als erster Pilot das bekannte Flugboot DOX.

1934 beginnen im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungsprogramms die Bauarbeiten an der Elster-Luppe-Regulierung. Dazu wird bis 1938 ein Hochflutbett erbaut. Das Hochflutbett hat eine Fließbreite von 15 Metern, es ist 3,30 Meter tief und hat beidseitig ein Flutbett von 30 Metern. Auf dem früher preußischen Gebiet ist der Querschnitt noch größer. Um Überflutung bei Hoch-wasser zu verhindern, gibt es seit den 60er Jahren einen zusätzlichen Damm an der Straße von Dölzig nach Schkeuditz. Die Elster-Luppe-Regulierung führte zu einer Veränderung der Wasserverhältnisse in der Aue. In dem früheren Sumpfgebiet »Gundorfer Lachen« kommt es auf 37 Hektar zu einer Aufforstung.

1935: Eine weitere Turnhalle wird errichtet.

1936 wird Schlobachshof zum Praktikumshof der Universität Leipzig für das Lehrfach Geflügelzucht.

1938 wird das Waldbad, das größte Betonbad Mitteldeutschlands, erbaut. Das Gut Gundorf wird Stadtgut.

1944/45 werden bei den zahlreichen Luftangriffen Industriebetriebe und einige Wohngebäude in Mitleidenschaft gezogen.

1945 marschieren US-Truppen in Böhlitz-Ehrenberg ein, im Juli werden sie von der Sowjetarmee als Besatzungstruppe abgelöst.

1946 werden das Dieselmotorenwerk und die Kugellagerfabrik SAG-Betriebe. Das Furnierwerk Schlobach wird enteignet. Schlobachshof fällt nicht unter die Enteignung.

1950 wird die Staatliche Lehr- und Forschungsanstalt für Landarbeit Gundorf vom Sächsischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft gegründet. Aus dem bisherigen Volkseigenen Gut Gundorf wird ein Lehr- und Versuchsgut.

1953 wird die katholische Kirche St. Hedwig erbaut. Schlobachshof wird als Abteilung Kleintierzucht der Landwirtschaftlichen Fakultät von der Universität Leipzig gepachtet. Das Böhlitz-Ehrenberger Werk der ehemaligen Firma Franz Schlobach heißt nunmehr Sachsenfurnier Böhlitz-Ehrenberg, später Sächsische Furnier- und Sägewerke.

1957: Die VEB Möbelwerke Leipzig, Werk 2, Böhlitz-Ehrenberg stellen verschiedene Massenbedarfsgüter her. Die Kugellagerfabrik in der Gutenbergstraße heißt nunmehr VEB Leipziger Kugellagerfabrik.

1961 wird das Wasserwerk rekonstruiert und durch Neubauten erweitert.

1967 wird die Turnhalle abgebrochen und 1974 eine neue errichtet.

1984 ereignet sich eine Gasexplosion in der Schillerstraße 5, wobei das Haus völlig zerstört wird. Ein Feuer vernichtet das Furniertrockensilo in der Auenstraße. Der Barnecker Steg wird wegen Baufälligkeit gesperrt.

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